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Wie kann ich Goldschmuck reinigen? Der ultimative Ratgeber für die richtige Pflege


Wie Goldschmuck reinigen?

Fachgerechte Goldschmuckpflege


anche Schmuckstücke sind ein Geschenk für die Ewigkeit. Gerade Gold liegt bei langlebigen Schmuckstücken hoch im Kurs. Das gilt aber nur, wenn Sie den Goldschmuck auch fachgerecht reinigen lassen. Wir empfehlen eine regelmäßige Pflege, damit Sie an Ihrem Goldschmuck noch lange Freude haben. Alternativ können Sie Ihren Schmuck auch in Eigenregie reinigen.

Mit vielen Tricks und Hausmittel sieht der Schmuck wieder wie neu aus. Allerdings empfehlen wir die Eigenreinigung nur bei alleinigem Goldschmuck. Schmuckstücke, die zusätzlich mit Steinen oder Perlen verarbeitet sind, sollte man nicht selber reinigen. Perlen und Steine reagieren auf verschiedene Reinigungsmaterialien empfindlich. Im Zweifel hochwertigen und teuren Goldschmuck lieber von einem Fachmann reinigen lassen. Auf jeden Fall empfehlen wir die Fachreinigung, wenn der Goldschmuck mit Diamanten oder Juwelen gefertigt ist.

Viele lassen den Schmuck erst reinigen, wenn er angelaufen ist. Sie sollten es soweit nicht kommen lassen, denn angelaufener Goldschmuck kann auch die Haut und die Kleidungsstücke verfärben. Goldschmuck bis zu 18 Karat ist für das Anlaufen besonders anfällig. Daher sollte gerade Schmuck im unteren Karat-Bereich regelmäßig und fachgerecht gereinigt werden.


Warum verfärbt sich überhaupt Goldschmuck?


Warum verfärbt sich überhaupt Goldschmuck?

Da Sie diese Website besuchen, gehören Sie sicherlich auch zu den Menschen, die ihren Goldschmuck lieben und ihn sehr gerne tragen. Doch je öfter Sie Ihre Lieblingsschmuckstücke tragen, desto häufiger verfärben sie sich. Das sieht unschön aus und hinterlässt leider auch weitere Spuren. Beim Tragen verfärben sich auch die Haut und die Kleidungsstücke. Viele Schmuckstücke erscheinen matt und glanzlos. Auch die Umgebung der schwarzen Stellen wird mit der Zeit immer dunkler. Es ist aber nur ein Klischee, dass nur billiger Goldschmuck anläuft.

Die Verfärbungen stehen in keinem Zusammenhang mit der Qualität des Schmuckes. Lediglich die Karat-Zahl ist verantwortlich. Je tiefer das Karat, desto häufiger sind die Verfärbungen. Das liegt daran, dass der Anteil an Feingold bei niedrigem Karat geringer ist. Die übrigen Bestandteile sind Metalle. Die oxidieren in Verbindung mit Sauerstoff. Bei hohen Goldanteilen sind die metallischen Anteile geringer und folglich auch die Verfärbungen seltener.

Selten oder gar nicht werden Sie im Handel Schmuckstücke aus reinem Gold finden. Die würden zwar nicht verfärben, aber sie könnten auch nicht zu strapazierfähigen Schmuckstücken geformt werden. Reines Gold ist für die Schmuckverarbeitung nicht geeignet, da es viel zu weich ist. Es muss daher mit Metall legiert werden. So kann man Verfärbungen bei keinem Goldschmuckstück ganz ausschließen.

Neben Sauerstoff können auch andere Stoffe auf die Goldlegierung reagieren. Cremes und Make-up enthalten oft auch chemische Verbindungen, die den Verfärbungsprozess weiter beschleunigen können. Zudem neigen Frauen dazu, ihr Parfum gerade am Hals, am Dekolleté oder am Unterarm zu benutzen. Dort wird auch der Goldschmuck getragen und so können die Oxidierungen auch in Verbindung mit Parfum verstärkt werden.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist auch das zusätzliche Metall selber. Durch die Verwendung von Silber entstehen sehr häufig Verfärbungen. Das liegt daran, dass Silber unter anderem auf schwefelhaltige Gase in der Luft chemisch reagiert. Zink reagiert anfällig auf Ammoniak, dass in unserem Schweiß enthalten ist.


Wie wird Goldschmuck wieder glänzend?


Was bringt Goldschmuck wieder zum glänzen?

Durch die chemischen Reaktionen kommt es nicht nur zu Verfärbungen. Der Goldschmuck sieht mit der Zeit matt aus und wirkt glanzlos. Damit Ihr Goldschmuck wieder glänzend aussieht, empfehlen wir eine Politur. Im Fachhandel erhalten sie Politurlösungen. Der Schmuck wird mithilfe der Lösungen gesäubert und kann dann mit einem Tuch poliert werden. Zur Politur sollte man Tücher aus Microfasern verwenden. Alternativ eignen sich auch sogenannte Linsentücher, die zum Beispiel für die Reinigung von Kameras oder Brillen verwendet werden.

Gehäufter Salzlöffel für das Reinigen von Goldschmuck.

Mit Salz kann man auch Goldschmuck reinigen und ist daher vielseitig einsetzbar.

Wenn Sie auf chemische Reinigungsstoffe verzichten wollen, dann können Sie die Schmuckstücke auch mit Salzwasser reinigen. Dazu hüllen sie die Innenfläche eines Topfes in Aluminiumfolie ein. Den Topf füllen Sie mit Salz und mit heißem Wasser. Die Salzmenge hängt von den Verschmutzungen ab. In der Regel reicht ein gehäufter Teelöffel. Lassen Sie den Schmuck ca. zehn Minuten in der Salzlösung liegen. Danach muss er unter fließendem Wasser gründlich ausgespült werden und dann anschließend poliert.
Oftmals hat der Goldschmuck auch nur einige wenige Stellen, die matt wirken. In diesem Fall raten wir dazu, ein Politurtuch zu verwenden. Es gibt Politurtücher, die speziell für Goldschmuck geeignet sind. Sie funktionieren ähnlich wie ein Brillenputztuch. Damit lassen sich dann die matten Stellen direkt behandeln.

Es kommt aber auch auf die Legierungen an. Roségold neigt dazu, schon nach wenigem Tragen matt auszusehen. Das liegt am hohen Kupferanteil. Oftmals versagen die gängigen Politurmaßnahmen, da Kupfer darauf nicht reagiert. Daher sollten Sie Roségold mit Essigwasser reinigen. Dazu legen Sie das Schmuckstück in das Essigwasser ein und polieren es danach mit einem Tuch.
Weißgold besteht aus Legierungen von Gold und Nickel oder Gold und Palladium. Diese Goldlegierungen werden mithilfe eines Natronbades wieder glänzend. Legen Sie den Goldschmuck einfach in eine Mischung aus Natron und Wasser ein. Danach spülen Sie das Schmuckstück einfach ab und trocknen es mit einem Tuch. Eine zusätzliche Politur ist oft nicht mehr erforderlich.


Goldschmuck mit Zahnpasta reinigen


Sie können Ihren Goldschmuck auch alternativ mit Zahnpasta reinigen. Diese Methode empfehlen wir, wenn Sie die Verfärbungen zu spät bemerken und den Schmuck aber gleich anziehen wollen. Zahnpasta hat jeder im Haus und so lässt sich diese Reinigung schnell durchführen.

Goldschmuck reinigen mit Zahnpasta.Zahnpasta ohne Kieselerde oder Ähnlichem ist besonders mild und kann Ihrem Schmuck keinen Schaden zufügen.

Gebrauchsanweisung

Wie beim Zähneputzen verteilen Sie die Zahnpasten auf ihrem Schmuckstück und benetzen das Ganze leicht mit Wasser. Danach reiben Sie die Zahnpasta mit einem Tuch über das Schmuckstück.
Bei stärkeren Verfärbungen können Sie auch zusätzlich eine Zahnbürste zur Hilfe nehmen. Wir raten aber dazu, nur weiche Zahnbürsten mit einer glatten Oberfläche zu verwenden. Das gilt insbesondere, wenn der Schmuck noch mit Steinen gefasst ist. Zu harte Borsten könnten die Steine beschädigen. Zudem raten wir dazu, an der Fassung der Steine keinen Druck auszuüben. Die Zahnpasta könne so tief in die Fassung geraten. Trocknet sie in der Fassung, wird sie hart und lässt sich dann nur schwer wieder entfernen. Zudem könnte sich durch den Druck der Zahnbürste der Stein lösen. Gerade harte, getrocknete Zahnpasta lässt sich oftmals nur mit heißem Wasser entfernen. Nicht immer sind die Steine direkt in das Schmuckstück verarbeitet, sondern nur geklebt. Heißes Wasser könnte den Kleber lösen und so den Stein lockern.

Wir empfehlen auch die Zahnpasta auf ihre Konsistenz hin zu prüfen.

Manche Zahnpasta enthält feinkörnige Kiesel, um den Zahnstein zu lösen. Diese Zahnpasta ist zum Reinigen von Goldschmuck nicht geeignet. Sie reinigt zwar intensiv, aber sie könnte den Schmuck beschädigen. Gerade breitflächige Schmuckstücke könnten durch die körnigen Zusatzstoffe zerkratzen. Auch die Steine oder zusätzlichen Applikationen könnten beschädigt werden. Sie sollten daher nur ganz normale Zahncreme zum Reinigen verwenden. Generell sollten Sie das Schmuckstück nach der Reinigung gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen. Achten Sie besonders auf die Verschlüsse, falls vorhanden.


Spülmittel als schneller Helfer beim Reinigen von Goldschmuck


Spülmittel-Flasche

Sie kennen die Situation: Sie sind fertig angezogen und freuen sich auf einen schönen Abend. Doch als Sie den Goldschmuck anlegen möchten, ist der matt und verfärbt. Damit der Abend nicht zum Reinfall wird, ist jetzt schnelle Hilfe angesagt.

Wir empfehlen hier die Reinigung mit Spülmittel, denn Spülmittel ist in jedem Haushalt zu finden. Sie brauchen im Grunde noch nicht einmal ein zusätzliches Mittel.

Gebrauchsanweisung

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Tropfen Sie das Spülmittel einfach direkt auf die verfärbten Stellen und reiben sie das Mittel leicht mit den Fingern ein. Danach spülen Sie es unter warmem Wasser ab. Diese Reinigungsmethode ist besonders sanft und eignet sich daher für alle Goldschmuckstücke. Auch Stücke mit Steinen oder zusätzlichen Applikationen lassen sich so bequem reinigen. Sie müssen lediglich beim Abspülen auf die gleichbleibende Temperatur1 des Wassers achten. Manche Steine reagieren zwar nicht auf das Wasser, aber auf die unterschiedlichen Temperaturen. Gerade Opale sind in dieser Hinsicht sehr empfindlich. Sollten Sie die Wassertemperatur nicht regulieren können, dann benutzen Sie zum Abspülen einfach nur kaltes Wasser. Sobald das Schmuckstück vom Schaum und vom Spülmittel befreit ist, trocknen Sie es mit einem Tuch. Hier können Sie ein Tuch aus Microfasern oder ebenso ein einfaches Küchentuch aus Baumwolle verwenden. Baumwolltücher sollten möglichst stark sein und keine Fussel oder Fäden bilden. Ist das Schmuckstück mit einer Applikation oder einem Verschluss gefertigt, dann könnten sich Fäden oder Fussel darin verfangen. Alternativ eignet sich auch Küchenpapier. Sie sollten aber immer darauf achten, dass sich das Papier nicht sofort auflöst.
Bedenken Sie: Bei zu fester Reibung könnte das Schmuckstück beschädigt werden. Reiben sie daher beim Trocknen immer nur leicht und mit Sorgfalt.

Ein zusätzlicher Tipp: Bei stärkeren Verfärbungen können Sie die Schmuckstücke auch in einem Spülmittelbad einlegen. Diese Maßnahme raten wir aber nur bei Goldschmuck ohne Steinen an, da sich hier die Temperatur verändert.


Bringt Backpulver Goldschmuck wieder zum Glänzen?


Schon zu Omas Zeiten wurde Goldschmuck mit Natron gereinigt. Natron ist aber aus dem Hausgebrauch weitgehend verschwunden – zumindest in weiten Teilen der Bevölkerung. Daher bietet sich Backpulver2 an, denn es hat die gleiche Wirkung und besteht größtenteils aus Natron.

Gebrauchsanweisung

Zum Reinigen benötigen Sie neben dem Backpulver nur ein zusätzliches Tuch. Streuen Sie das Pulver einfach auf das Tuch und reiben Sie die verfärbten Stellen damit ab. Bei hartnäckigen Verschmutzungen können Sie auch alternativ zu einer Zahnbürste greifen. Streuen Sie das Backpulver einfach auf die Zahnbürste und bürsten Sie den Schmuck damit ab. Da Backpulver staubt, ist sehr wahrscheinlich eine Nachpolitur notwendig. Benutzen Sie hierfür am besten wieder ein Tuch aus Microfasern. Damit reiben Sie die eingestaubten und nebligen Stellen einfach ab. Danach wird das Goldschmuckstück wieder glänzend. Verwenden Sie nur reines Backpulver und streuen Sie es immer direkt auf das Tuch oder die Bürste auf. Bürste und Tücher sollten immer eine glatte Oberfläche haben. Durch die Fadenbildung neigen Wolltücher dazu, kleine Partikel aufzunehmen. Diese Aufnahme kann auch durch eine statische Aufladung passieren. Deshalb sollten Sie nur einwandfreie Tücher benutzen. Sie stellen sicher, dass sich keine Fremdkörper oder Partikel am Tuch befinden. Diese könnten den Goldschmuck bei der Reinigung zerkratzen. Backpulver hat zudem eine eigene schmirgelnde Wirkung. In der Regel kann dies dem Goldschmuck nichts anhaben. Trotzdem raten wir dazu, den Goldschmuck nicht zu oft mit Backpulver zu reinigen. Minipartikel könnten sich durch den Schmirgeleffekt im Schmuck einkratzen. Diese Reaktion wird manchmal erst nach mehrfacher Anwendung sichtbar.

Backpulver zur Schmuckreinigung.

Ehrlich gesagt, raten wir davon ab, vergoldete Schmuckstücke mit Backpulver zu reinigen. Es besteht das Risiko, daß der Schmirgeleffekt die Goldoberfläche zerkratzt. In dem goldenen Schmuckstück entstehen so Kerben und Risse. Diese sind oft irreparabel und der Schmuck verliert an Wert. Schmuckstücke mit Perlen oder Steinen sollte man grundsätzlich nicht mit Backpulver behandeln, da die Wirkung nicht erprobt ist.


Salzwasser als Reinigungsmittel für Goldschmuck


Sie können Goldschmuck auch mit Salzwasser reinigen. Allerdings hängt die Wirkung von der Goldlegierung ab. Nicht alle Legierungen reagieren auf die Kombination aus Salz und Wasser. Bei der Legierung von Gold mit Silber ist Salzwasser ein optimaler Reiniger. Sollten Ihnen Angaben zur Legierung fehlen, dann achten Sie einfach auf die Verschmutzungen. Bei starken Verfärbungen enthält die Legierung eventuell Silber. Gleiches gilt auch, wenn der Goldschmuck anläuft und dunkle Flecken aufweist. In diesen Fällen empfehlen wir eine Reinigung mit Salzwasser.

Gebrauchsanweisung

Neben Salz und Wasser benötigen Sie zusätzlich die handelsübliche Aluminiumfolie. Legen Sie einen Topf oder eine Schüssel mit Aluminiumfolie aus und füllen Sie das Gefäß mit Salzwasser. Oftmals ist schon eine kleine Menge an Salz ausreichend. Warten Sie, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Legen Sie den Goldschmuck für ein paar Minuten in das Bad ein und spülen Sie ihn dann unter fließendem Wasser ab. Danach verwenden Sie zur Trocknung und zur Politur ein Tuch aus Microfasern. Sollte keine Wirkung entstehen, dann handelt es sich um eine andere Legierung. Verwenden Sie bitte nur herkömmliches Salz. Wir raten ausdrücklich vom Gebrauch von Jodsalz ab. Jod kann unter Umständen auf bestimmte Legierungen eine ätzende Wirkung erzeugen.

Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie die Salzwasserreinigung nur auf Schmuckstücke anwenden, die aus Goldlegierungen verarbeitet sind. Enthält das Schmuckstück Applikationen aus anderen Legierungen, raten wir aus nachfolgenden Gründen, von der Reinigung mit Salzwasser ab.

Es ist nicht immer möglich, die Reaktionen von unterschiedlichen Legierungen vorab zu bestimmen. Sie sollten auch keine Schmuckstücke aus Gold mit Salzwasser reinigen, wenn sie zusätzlich mit Perlen, Juwelen oder Steinen gefertigt sind. Die Kombination vom Aluminium und Salz kann die Steine beschädigen. Nicht selten sind die Goldschmuckstücke mit künstlich hergestellten Steinen verarbeitet. Auch diese könnten empfindlich reagieren, da Kenntnisse über die Zusammensetzung dieser Kunststeine meistens fehlen.


Eignet sich Alkohol zur Reinigung von Goldschmuck?


Alkohol-FlascheAlkohol war schon vor Jahrzehnten ein beliebtes Reinigungsmittel für jede Gelegenheit. Es kommt häufig dann zum Einsatz, wenn herkömmliche Reinigungsmittel versagen. Aber eignet sich Alkohol auch für die Reinigung von Gold?

Wir empfehlen die Reinigung mit Alkohol nur bedingt. Er eignet sich definitiv nicht für eine komplette und aufwendige Reinigung von Goldschmuck. Mit Alkohol ist an dieser Stelle hochprozentiger Alkohol gemeint. Wein oder Likör aus der Hausbar eignet sich in gar keinem Fall. Dieser Alkohol ist mit allen möglichen Zusätzen versehen, die sich negativ auf Gold auswirken können.

Der Alkohol, der sich zur Reinigung eignet, bekommt man zum Beispiel in der Apotheke. Es handelt sich hierbei um reinen und hochprozentigen Alkohol. Goldschmuck reinigen Sie nur mit diesem Alkohol fachgerecht.

In der Reinigungsmittelabteilung werden oftmals auch konzentrierte Alkoholreiniger oder milde bzw. verdünnte Reinigungsmittel auf Alkoholbasis verkauft. Mit diesen Reinigern können Sie kein Gold reinigen! Diese Reiniger enthalten eine Menge an zusätzlichen Stoffen, dessen Wirkung auf Gold nicht erprobt ist. Selbst bei hochprozentigem Alkohol ohne Zusätze, raten wir von Bädern ab.

Gebrauchsanweisung

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Wir empfehlen den Schmuck lediglich mit einem alkoholbefeuchteten Tuch abzutupfen oder ganz leicht abzureiben. Der Alkohol eignet sich meist nur dafür, die Fettbeschichtung des Schmuckstückes zu entfernen. Solche Beschichtungen können zum Beispiel durch die Benutzung von Deos oder Cremes entstehen und sich von der Haut aus auf den Schmuck übertragen. Verfärbungen lassen sich durch Alkohol meist gar nicht entfernen. Reinigen Sie damit niemals Schmuckstücke, die mit Perlen oder Steinen gefasst sind. Alkohol kann sich extrem auf Steine und Perlen auswirken und diese sogar aufhellen. Zudem werden sie matt. Gerade hochprozentiger Alkohol kann sehr aggressiv wirken. Daher sollte man Schmuckstücke mit eingeklebten Steinen oder anderen Applikationen nicht mit Alkohol reinigen. Im schlimmsten Fall löst sich der Klebstoff und das Schmuckstück muss dann repariert werden.


Goldschmuck reinigen mit Gebissreinigungstabletten


Gebissreinigungstabletten sind sanft in der Anwendung und haben keinerlei ätzende oder säuernde Wirkung. Die Gründe dafür sind schnell erklärbar. Ein Gebiss ist hochempfindlich und kommt nach der Reinigung wieder direkt mit dem menschlichen Speichel in Berührung. Da Gebissreinigungstabletten gründlich reinigen, aber keine aggressive Wirkung zeigen, eignen sie sich auch hervorragend zur Reinigung von Gold. Allerdings sind sie kein schneller Helfer. Bei der Reinigung brauchen Sie in erster Linie Geduld.

Gebrauchsanweisung

Gebissreiniger-Tabletten

Die Meinungen zu Gebissreiniger-Tabletten für die Schmuckreinigung sind unterschiedlich. Ganz sicher sind diese Tabs nicht für alle Materialien geeignet. Die Methode zur Reinigung von Schmuck sollte immer mit Bedacht gewählt werden. Bei Unsicherheit besser auf eine andere Reinigungsmethode zurückgreifen.

Die Gebissreinigungstabletten werden, wie auch bei der täglichen Gebisspflege, mit Wasser verdünnt und in ein Gefäß eingelegt. Legen Sie den Goldschmuck einfach darin ein. Eine reinigende Wirkung wird oftmals erst nach Stunden erzielt. Wir empfehlen eine Einwirkungszeit von mindestens acht(!) Stunden. Die Wirkung von Gebissreinigungstabletten ist nicht ganz so intensiv wie andere Reinigungsmethoden. Es kann also sein, dass Sie diese Schritte öfter wiederholen oder die Einwirkungszeit verlängern müssen.

Zusätzlicher Tipp: Bei starken Verschmutzungen und extremen Verfärbungen helfen Gebissreinigungstabletten nur bedingt. Manchmal kann es vorkommen, dass sich die Verfärbungen auch nach mehrmaliger Reinigungsanwendung nicht völlig entfernen lassen. Dann sollten Sie weitere Maßnahmen ergreifen. Wir empfehlen hier eine Nachbehandlung mit einem Goldschmuckreinigungstuch aus dem Fachhandel. Damit lassen sich die übriggebliebenen Ränder oder die noch vorhandenen, leichten Verfärbungen entfernen. Oftmals lösen sich die Verfärbungen mit Hilfe der Reinigungstabletten zwar ab, die Oberflächen erscheinen aber immer noch stumpf. Dann muss zusätzlich mit einem sauberen und trockenen Tuch abgerieben werden. Erst dann glänzt es wieder.

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Grundsätzlich sollten Sie nur den Goldschmuck ohne zusätzliche Applikationen mit Gebissreinigungstabletten reinigen. Gebissreinigungstabletten können Steinen und Perlen keinen Schaden zufügen. Allerdings sind sie meist in den Schmuckstücken eingeklebt. Oftmals wirken die Gebissreinigungstabletten auf den Klebstoff ein. In diesem Fall könnte sich der Stein aus der Fassung lösen. Das merken Sie nicht immer auf Anhieb. Es kann also passieren, dass sich der Stein erst später beim Tragen löst und dann eventuell verloren gehen könnte. Dann muss die Fassung neu bestückt werden oder das Schmuckstück ist schlimmstenfalls wertlos.

Schmuck reinigen mit einem Pflegetuch für Goldschmuck


SchmuckpflegetuchGold reinigen Sie optimal mit einem Pflegetuch für Goldschmuck. Es stellt die fachgerechte Reinigung sicher und wirkt sanft und reinigend. Sie können diese Pflegetücher überall im Handel kaufen. Ihre Anwendung ist einfach und kann überall schnell erfolgen.

Das Tuch ähnelt einem handelsüblichen Brillenputztuch. Seine reinigende Wirkung wird durch eine spezielle Imprägnierung sichergestellt. Zudem eignet sich ein Pflegetuch für Goldschmuck auch gleichzeitig zur Politur. Die Imprägnierungen sind unterschiedlich. Es kann sein, dass Sie für bestimmte Goldlegierungen auch ein spezielles Reinigungstuch benötigen. Manche Tücher sind für alle gängigen Legierungen verwendbar und lassen sich somit auch für Gelbgold, Rotgold und Weißgold anwenden. Sie können die Tücher mehrmals verwenden. Mit der Zeit lässt aber die reinigende Wirkung nach. Dann ist es Zeit für ein neues Tuch. Grundsätzlich sollten Sie das Tuch bei Beschädigungen austauschen. Das gilt auch, wenn die Imprägnierung noch vorhanden ist. Zeigen sich Risse am Tuch, dann können sich Fäden oder Fussel lösen. Diese sind zwar aus weichen Materialien hergestellt, könnten aber trotzdem kratzend wirken. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Reinigungstuch auch für beschichteten Goldschmuck geeignet ist. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass sich die Beschichtung löst.

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Mit einem passenden, speziellen Pflegetuch zum Reinigen von Goldschmuck können Sie nichts falsch machen. Tücher aus dem Fachhandel sind so geschaffen, dass schon durch einen leichten Druck eine Reinigung erzielt wird. Eine starke Reibung ist nicht notwendig. Manche Reinigungstücher eignen sich auch zusätzlich für die Reinigung von Silber und Messing. Das Reinigungstuch selber muss nicht gereinigt werden. Wir raten davon auch ab, da durch den Kontakt mit Wasser oder anderen Reinigungsprodukten, die Imprägnierung zerstört wird und das Tuch somit wirkungslos ist.


Schmuck reinigen mit einem Ultraschallgerät


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Ultraschallgeräte sind in der Anschaffung teuer. Daher lohnt sich die Anschaffung nur, wenn man eine Vielzahl an Schmuckstücken besitzt. Das Gute ist aber, dass man auch anderen Schmuck reinigen kann. So eignet sich das Ultraschallgerät zum Beispiel auch zur Reinigung von Silber. Der Schmuck wird dazu einfach in das Ultraschallbad eingelegt. Ultraschallwellen haben den Vorteil, dass sie auch Stellen erreichen, die mit einem Tuch nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. Dazu gehören zum Beispiel Fassungen oder Verschlüsse. Gerade an diesen Stellen sammeln sich gerne Reste von Cremes oder anderen fettenden Hautpflegeprodukten. Zudem ist die Reinigung mit einem Ultraschallgerät effizient und einfach. Ihr Schmuck erstrahlt danach in neuem Glanz.

Leider eignet sich solch ein Gerät nicht für alle Schmuckstücke. Sie sollten nur Goldschmuck ohne jegliche Applikationen aus anderen Materialien mit einem Ultraschallgerät reinigen. Kunststoffverzierungen können sich durch Ultraschallwellen sogar auflösen oder zu einer flüssigen Form zerlaufen. Auch Perlen werden durch Ultraschallwellen weich und verformen sich. Fast alle gängigen Edelsteine reagieren durch Farb- oder Formveränderungen auf die Behandlung mit Ultraschallwellen. Daher sollten sie auch nicht in einem Ultraschallbad gereinigt werden.

Gute Geräte kann man im Fachhandel bereits ab 30 Euro erwerben. Sie sollten also abwägen, ob sich der Kauf lohnt. Für eine einmalige Reinigung lohnt sich die Anschaffung sicherlich nicht. Alternativ kann das Gerät auch zur Reinigung von Silberbesteck zum Einsatz kommen. Wer also zusätzlich noch weitere Schmuckstücke aus Silber besitzt oder sogar Besteck aus Silber nutzt, der kann durchaus über eine Anschaffung nachdenken.


Was taugen die verschiedenen Methoden?


Manche Methoden garantieren eine sichere und effektive Reinigung. Einige Methoden eignen sich nur eingeschränkt, da sie nicht für alle Arten von Goldschmuck anwendbar sind.

  • Zahnpasta reinigt sehr sanft, hat aber dennoch stärkere Reinigungstendenzen. Damit lassen sich bedingt auch Verfärbungen entfernen.
  • Spülmittel und Gebissreinigungstabletten sind auch sehr sanfte Reiniger. Sie bringen den Goldschmuck wieder zum Glänzen und entfernen auch Spuren von Fett oder Creme- und Parfumreste. Allerdings kann man nicht alle Verfärbungen damit sicher beseitigen. Das gilt insbesondere für Goldlegierungen aus Gold und Kupfer und aus Gold und Silber. Spülmittel bleibt hier fast wirkungslos. In den meisten Fällen lassen sich hartnäckige Verfärbungen nur mit einem speziellen Reinigungstuch oder einem Ultraschallgerät entfernen.
  • Backpulver ist bei leichten Verfärbungen nur eingeschränkt empfehlenswert. Ist das Gold aber schon stark schwarz angelaufen, dann ist Backpulver erst recht kein Heilmittel.
  • Salzwasser löst auch Verfärbungen auf. Meist aber nur bei Legierungen aus Gold und Silber. Zudem ist diese Methode aufwendig, da man neben Salz und Wasser noch Aluminiumfolie und ein Gefäß benötigt.
  • Alkohol sollten Sie generell nur mit äußerster Vorsicht anwenden. Gerade hochprozentiger Alkohol ist sehr aggressiv. Daher sollte man den Goldschmuck damit nur abtupfen.
  • Mit den meisten aufgeführten Methoden können die Oberflächen effizient gesäubert werden. Die übriggebliebenen Verfärbungen reinigt und poliert man dann anschließend mit einem speziellen Reinigungstuch. Manchmal können auch Kombinationsreinigungen die gewünschte Wirkung erzielen.
  • Das Ultraschallgerät ist eine (fast) optimale Reinigungsmöglichkeit. Der Nachteil ist aber, dass man es ausschließlich für Schmuckstücke ohne jede Form von Applikationen verwenden kann. Zudem sollte man auch den Preis bedenken.

Im Wesentlichen sollte man fast alle Reinigungsempfehlungen ausschließlich für reinen Goldschmuck anwenden. Das Spülmittel bildet da durch seine milden waschaktiven Substanzen eine Ausnahme. Schmuck, der mit Perlen oder anderen Steinen und Juwelen gefertigt ist, muss man mit äußerster Vorsicht reinigen. Diese Applikationen dürfen mit den meisten Reinigungsmitteln nicht in Berührung kommen.


Goldschmuck reinigen: Wie häufig ist sinnvoll?


Wir empfehlen eine regelmäßige Reinigung des Goldschmuckes. Nach jedem Tragen sollten Reste von Kosmetikartikeln, Schweißränder und Fetten entfernt werden. So beugt man starken Verschmutzungen vor. Wird der Goldschmuck durchweg getragen, dann sollte man ihn noch häufiger reinigen.

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Schmuck-Schatulle

Schmuckschatulle mit edlem Look.

Es ist ratsam den Schmuck in einer Schatulle aufzuheben. So staubt er nicht ein und ist keinen schädlichen Stoffen in der Umgebung ausgesetzt. Manche Legierungen laufen auch an, wenn sie mit anderen Legierungen in Berührung kommen. Daher sollten Sie jedes Schmuckstück voneinander getrennt aufbewahren. Eine gründliche Reinigung ist immer dann erforderlich, wenn sich Verfärbungen zeigen. Verfärbten und angelaufenen Schmuck sollten Sie nicht mehr tragen. Durch die Verbindung mit der Haut oder mit Kosmetikartikel können sich die Verfärbungen intensivieren.

Die Regelmäßigkeit der Reinigung ist auch von der Reinigungsart abhängig. Die Reinigung in einem Ultraschallgerät ist sehr gründlich. Hier werden auch schwer zugängliche Ecken von Schmutz befreit. Dadurch kommt es nicht so häufig zu Verfärbungen. Reinigt man seinen Schmuck mit Zahnpasta oder Backpulver, dann erreicht man die Ecken nur schwer. Die Folge ist, dass sich der Schmutz hier weiter sammelt und Verfärbungen auslöst. Es gibt glatten und breiten Goldschmuck, wie zum Beispiel ein Armreif, der keinerlei Kanten besitzt. Hier kann sich der Schmutz nirgendwo ansammeln. Glatter Schmuck kann nach jedem Tragen schnell und effizient mit einem Reinigungstuch sauber gemacht werden. So verhindert man, dass er sich verfärbt oder anläuft. Aufwendig gefertigte Schmuckstücke mit vielen Ösen, Glieder oder Kanten sind anfälliger für Schmutzansammlungen. Sie müssen daher öfter gereinigt werden.

Zu guter Letzt spielt auch die Legierung und somit das Karat eine Rolle. Legierungen aus Silber und Gold laufen häufiger an. Sie sollten konsequent nach jedem Tragen mit einem Tuch gereinigt werden. Dadurch lassen sich die Verfärbungen zwar eindämmen, aber leider nicht ganz verhindern. Wir raten daher auch eine regelmäßige, gründliche Reinigung an. Schmuck aus hohem Karat ist weniger anfällig für Verschmutzungen und Verfärbungen. Er muss somit auch seltener gereinigt werden.


Fazit: Selbst reinigen oder vom Juwelier reinigen lassen?


Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten, da Sie verschiedene Kriterien beachten sollten. In erster Linie kommt es auf die Art der Verschmutzungen an. Reste von Cremes oder Schweiß, die in der Regel bei jedem Tragen entstehen, können Sie problemlos selber reinigen. Dazu eignen sich fast alle Reinigungsmethoden. Ist der Schmuck aber bereits angelaufen und weist starke Verfärbungen auf, dann hilft oft nur die Reinigung mit einem Ultraschallgerät. Die Anschaffung dieser Geräte ist mit höheren Kosten verbunden und so muss man abwägen, ob sich alternativ die Reinigung beim Juwelier lohnt.

Auch aufwendig verarbeitete Schmuckstücke, wie zum Beispiel Gliederketten oder Anhängerketten, lassen sich zu Hause nur schwer reinigen. Sie glänzen zwar nach der Reinigung wieder, aber oftmals bleibt in den Ösen und Kanten der Schmutz zurück. Dann hilft nur eine aufwendige Reinigung beim Juwelier.

Goldschmuck mit Juwelen, Steinen oder Perlen sollte man zumeist erst gar nicht selber reinigen. Manche Reinigungsmittel eignen sich zwar hervorragend für Gold, aber sie sind zu aggressiv für Steine und Perlen. Hochwertig verarbeitete Schmuckstücke haben vielmals eingefasste Steine. Die Fassungen sollten besonders oft gereinigt werden, da sich hier der Schmutz sammelt. Das ist aber mit aggressiven Stoffen nicht möglich, da sie zwangsläufig mit den Perlen oder Steinen in Berührung kommen. In diesem Fall muss das Schmuckstück von einem Juwelier gereinigt werden.

Schmuckstücke mit eingeklebten Perlen und Steinen gehören zur Reinigung meist in die Hände des Juweliers. Der Klebstoff reagiert auf verschiedene Reinigungssubstanzen und wird weich. Folglich lässt die Klebewirkung nach. Perlen und Steine sind somit nicht mehr fest und könnten sich komplett aus der Fassung lösen. Auch Goldschmuckstücke, die mit Kunststoffapplikationen gefertigt sind, sollten Sie nur von einem Juwelier reinigen lassen. Da Sie die Zusammensetzung der Kunststoffe nicht kennen, können Sie auch die Reaktionen auf das Reinigungsmittel nicht abschätzen.

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, im Folgenden noch mehrere grundlegende und abschließende Pflegehinweise.

Entscheiden Sie für jedes Schmuckstück immer individuell, ob eine Reinigung in Eigenregie oder vom Juwelier durchgeführt werden soll. Wesentliche Kriterien sind:

  • Die Art und Ausmaße der Verschmutzung.
  • Oberflächen-Beschaffenheit des Schmuckstückes: Eine polierte, glänzende Oberfläche zerkratzt leichter als eine gebürstete, matte Oberfläche. Detailreiche Designs mit unzugänglichen Stellen, erfordern andere Reinigungsmethoden, als leicht zugängliche Oberflächen.
  • Die Legierung und sonstige vorhandene Material-Kompositionen.
  • Und letztlich, was Ihnen Ihr Schmuck bedeutet und wert ist, entscheidet darüber, welchen persönlichen und finanziellen Einsatz Sie bereit sind, aufzuwenden.

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1 Schnelle und große Temperaturveränderungen bergen das Risiko, bestimmte Schmucksteine zu beschädigen (Bildung von Rissen). Um das zu verhindern, niemals heißes oder kochendes Wasser verwenden.
2 In aller Regel eine Mischung aus Natriumhydrogencarbonat (Natron) oder Kaliumhydrogencarbonat und einem Säuerungsmittel. Selten mit Aromastoffen oder anderen Verbindungen angereichert. Von dieser Art Gemisch ist für die Schmuckreinigung gänzlich abzuraten.

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